Gemeindewallfahrt nach Lourdes

Vom 8. – 17. Juni fand die diesjährige Gemeindewallfahrt von Köln nach Lourdes mit insgesamt 51 Teilnehmern unter der Leitung von Pater Gerstle statt. Unterwegs machten wir Station in Ars und Avignon, mit Besuchen in der Benediktinerabtei Ste. Madeleine in Le Barroux, sowie einer altehrwürdigen Eremitage in der Nähe von Fitou, die von Pater Markus Keller, einem Priester der Petrusbruderschaft bewohnt wird. Er hat sich vor über 25 Jahren in die Einsamkeit zu einem Leben in Gebet und Buße zurück gezogen hat. Auf der Rückfahrt hatten wir noch zwei Übernachtungen in der Pilgerherberge von Nevers, wo die hl. Bernadette Soubirous als Ordensschwester gelebt hat und begraben ist.

In Lourdes hatten wir einen mehrtägigen Aufenthalt in einem Hotel nahe des Wallfahrtszentrums. Insgesamt legten wir mit unserem Reisebus ca. 3.300 km zurück. Es war eine anstrengende, aber auch sehr erfüllte Pilgerreise mit vielen schönen Eindrücken, geistlichen Vorträgen und einer harmonischen Pilgergruppe, darunter auch mehrere junge Leute, welche zum ersten Mal diese heiligen Orte besuchten. Viele Teilnehmer freuen sich auf weitere Wallfahrten in den nächsten Jahren.

  • Gruppenfoto in Ars

Firmung am Samstag, 27. Juni in Recklinghausen-Hochlarmark

In diesem Jahr führen wir eine Firmung im außerordentlichen lateinischen Ritus gemeinsam mit der Niederlassung in Recklinghausen durch. Fast 20 überwiegend junge Leute von der Kölner Niederlassung werden dort das hl. Sakrament der Firmung mit weiteren Kandidaten und Kandidatinnen empfangen. Über Wochen und Monate wurden sie auf dieses Sakrament in Katechesen und Glaubensgesprächen vorbereitet. Die Firmung findet um 10.30 Uhr in der Kirche St. Michael in Recklinghausen-Hochlarmark (Michaelstraße) statt. Firmspender ist Bischof Czeslaw Kozon, dessen Eltern aus Polen stammen. Er ist im Jahr 1951 geboren und hat bereits für die Priesterbruderschaft St. Petrus Priesterweihen gespendet. Er steht dem überlieferten Ritus sehr positiv gegenüber und hat ihn auch schon bei etlichen Gelegenheiten gefeiert. Die Priesterweihe empfing er 1979 in Kopenhagen. Nach mehreren Jahren als Pfarrer und Generalvikar, wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Kopenhagen ernannt und empfing von seinem Vorgänger, Bischof Martensen, am 7. Mai 1995 die Bischofsweihe. Von 2015 bis 2024 war er Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz. Ich selbst durfte ihn einmal in meiner Zeit als Distriktsoberer in Kopenhagen besuchen und war beeindruckt von seiner Gastfreundschaft. Es freut mich sehr, ihn bei Gelegenheit der Firmung wieder zu sehen. Es würde mich freuen, wenn Gläubige aus unserer Niederlassung, die mit Firmkandidaten verbunden sind, den Weg mit nach Recklinghausen machen. Wer eine Mitfahrgelegenheit anbieten kann, möge sich bitte bei mir melden.

Die Firmung ist ein Sakrament, das die Taufe vollendet und ein unauslöschliches Merkmal, wie die Taufe, verleiht. Der Firmling wird durch den Heiligen Geist gestärkt, die heiligmachende Gnade wird vermehrt (was den Gnadenstand voraussetzt) und die sieben Gaben des Heiligen Geistes können sich kraft dieses Sakramentes noch tiefer in der Seele des Gefirmten entfalten. Der Gefirmte ist dazu aufgerufen, seinen Glauben treu zu praktizieren und auch öffentlich zu bekennen. Um den Glauben bekennen zu können, muss man natürlich ihn auch gründlich kennen. Leider haben auch viele praktizierende Katholiken erhebliche Defizite, was das Glaubenswissen anbelangt. Das macht sie anfällig für Irrtümer aller Art, besonders in Zeiten der Glaubenskrise. Darum sollten Gläubige ihr Glaubenswissen immer wieder anhand guter Katechismen (z.B. Weltkatechismus, Youcat) auffrischen und vertiefen, um glaubwürdige Zeugen für die Wahrheit zu sein und Anderen eine gute Orientierung zu geben.

(Pater Gerstle)