Ob getauft oder nicht, gläubig oder suchend: Sie sind willkommen. Für den Anfang genügt es, zu kommen.
Neugier auf die Liturgie, die Suche nach Gott oder der Wunsch nach Gemeinschaft: Es gibt viele Gründe, eine Kirche zu betreten. Auch persönliche Erfahrungen und Fragen können ein Anlass sein.
In unseren Gemeinden begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten. Manche sind mit dem Glauben aufgewachsen, andere lernen ihn neu kennen. Sie sind eingeladen, Ihre Fragen mitzubringen und sich Zeit zu nehmen.
In der heiligen Messe kommen wir zum Gebet und zur Feier der Eucharistie zusammen. Sie können zunächst einfach dabei sein.
Die Gebete, die gemeinsame Blickrichtung zum Altar und die stillen Abschnitte können beim ersten Besuch ungewohnt sein. Sie können einfach kommen, Platz nehmen und die Messe auf sich wirken lassen. Der Ablauf erschließt sich nach und nach. Erklärungen können dabei helfen.
Für den Anfang kann es hilfreich sein, auf einen einzelnen Aspekt zu achten. Die folgenden drei Impulse geben Ihnen dafür Anregungen.
Vor der Sonntagsmesse nehmen sich Freiwillige aus der Gemeinde eine Viertelstunde Zeit für alle, die neu sind. Sie stellen einzelne Aspekte der Messe anhand dieser drei Impulse vor. Das Angebot ist freiwillig und ohne Anmeldung. Jeder Impuls steht für sich; Sie können jederzeit einsteigen.
Der Kirchenraum hilft bei der Orientierung: Warum schauen der Priester und die Gemeinde gemeinsam zum Altar? Was ist der Tabernakel, und was bedeutet eine Kniebeuge?
Worauf Sie heute achten: die gemeinsame Blickrichtung.
Einige Gebete spricht der Priester leise. Diese Abschnitte geben Raum zum persönlichen Mitbeten. Lateinische Gebete und Gesänge können zunächst ungewohnt sein. Wiederkehrende Worte werden mit der Zeit vertrauter; ein Messbuch mit deutscher Übersetzung kann beim Verständnis helfen.
Worauf Sie heute achten: die stillen Momente und das Wiedererkennen.
Im Mittelpunkt steht die Eucharistie: die Wandlung und das Erheben von Hostie und Kelch. Wenn Sie Fragen zum Empfang der Kommunion haben, sprechen Sie vor der Messe mit einem Pater.
Worauf Sie heute achten: der Moment der Elevation.
Und die ungewohnten Gesten? Kniebeugen, Verneigungen und Kreuzzeichen können Sie zunächst beobachten. Nehmen Sie sich Zeit, ihre Bedeutung kennenzulernen. Wenn Ihnen das Stehen oder Knien schwerfällt, können Sie sitzen bleiben.
Und was dann? Wiederkommen, ein Gespräch mit einem Pater, der Glaubenskurs, oder auch nicht: Es liegt ganz bei Ihnen, und das wird respektiert.
Das Büchlein „Zum Altare Gottes will ich treten“ von P. Martin Ramm erklärt die Messe in ihren Riten. Wenn Sie eine Einführung zum Lesen suchen, sprechen Sie einen Pater nach der Messe an.
Wenn Sie den katholischen Glauben näher kennenlernen möchten, sprechen Sie einen Pater an. Für Ungetaufte führt der Katechumenat zur Taufe: eine Zeit der Vorbereitung mit persönlicher Begleitung. Mehr über die nächsten Schritte erfahren Sie unter Katholisch werden.
Seelsorge, Katechese und Gottesdienste des Apostolats tragen sich zum großen Teil aus Spenden.